Ein Wochenende beim Club du Soleil de Limoges in Bos Redon
Bussière-Galant, Haute-Vienne. Hier, auf den sechs bewaldeten Hektar des Geländes Bos Redon, hat der Club du Soleil de Limoges Ende Juni sein Saint-Jean-Fest gefeiert. Ich war mit meinem Nus au Soleil-Stand dabei und möchte dieses Wochenende so erzählen, wie ich es erlebt habe, denn es zeigt viel davon, was einen gemeinschaftlich geführten FKK-Verein in Frankreich heute ausmacht.
Gemeinsames Mittagessen und kleiner Markt
Das Programm begann entspannt, mit einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem jeder etwas zum Teilen mitbringt. Ein einfaches Format, das aber sofort den Ton für das ganze Wochenende setzt: herzlich, unkompliziert, mit Gesprächen, die genauso wichtig sind wie das Essen.
Im Anschluss fand ein kleiner Markt statt, bescheiden in der Größe, aber herzlich in der Stimmung. Mein Stand befand sich direkt neben dem eines Imkers, und genau dieses kleinere Format ermöglichte die intensivsten Begegnungen. Kein Gedränge, sondern Zeit, jedem Besucher meine Arbeit vorzustellen und im Gegenzug von der Verbindung zu diesem Ort zu hören.
Spiele, Tombola und ein legendärer Punschkrug
Der Nachmittag stand im Zeichen von Aktivitäten und Spielen im Freien, in jener entspannten Atmosphäre, die familienorientierte FKK-Vereine auszeichnet. Das Gelände von Bos Redon mit seinen bewaldeten Flächen und der unberührten Umgebung eignet sich dafür besonders gut.
Dann kam der Aperitif, geprägt von einer Tombola und einem absolut riesigen Punschkrug, der für ordentlich Aufsehen sorgte (und viele zufriedene Gesichter). Das abendliche Barbecue folgte ganz natürlich, gekrönt von einem Dessertwettbewerb, der den Abend ebenso süß wie wettbewerbsfreudig ausklingen ließ.
Eine Nacht im Zelt, mit einem kleinen Gewitter
Ich habe vor Ort im Zelt übernachtet, und der Himmel mischte sich mit einem kleinen nächtlichen Gewitter ein. Nichts Dramatisches, eher die Art von Zwischenfall, die zur Erfahrung dazugehört und über die am nächsten Morgen noch gelacht wurde.
Ein ruhiger Sonntagmorgen
Der Sonntag begann gemächlich, mit einem gemeinsamen Frühstück und einem wohlverdienten entspannten Moment, bevor sich jeder wieder auf den Heimweg machte.
Was mir anvertraut wurde
In genau diesen informellen Momenten, zwischen den Spielen oder rund um den Punschkrug, haben mir Mitglieder von der Zukunft des Vereins erzählt: ein paar Projekte, die für das Gelände in Planung sind, wie sie die Organisation des Raums über die Jahreszeiten hinweg denken, und wie sie durchreisende Naturisten im Sommer empfangen, immer im Rahmen eines FFN-angeschlossenen Vereins wie diesem.
Was ich daraus mitnehme: Ein Verein wie der in Limoges ist mehr als nur ein Campingplatz. Er ist eine lebendige Struktur, getragen von Ehrenamtlichen, die gemeinsam über ihre Zukunft nachdenken, Generation für Generation.
Warum das für Nus au Soleil wichtig ist
Ich glaube fest daran, dass diese Vereine ein wesentlicher Teil des französischen FKK-Erbes sind, oft weniger sichtbar als die großen FKK-Anlagen, aber ebenso prägend. Diese Orte zeichnerisch festzuhalten ist auch eine Art, ihnen Tribut zu zollen und sie Menschen näherzubringen, die vielleicht gar nicht wissen, dass sie ganz in ihrer Nähe existieren.
Danke an den Club du Soleil de Limoges für den herzlichen Empfang, und an alle, die ich in Bos Redon getroffen habe, für ihre Großzügigkeit und Neugier.