Mein erster Stand: Paris, zwei Tage und viel mehr als erwartet

Mon premier stand : Paris, deux jours, et bien plus que prévu

Es war mein erster Stand. Zwei Tage. Zwei FKK-Sportveranstaltungen in Paris, am 18. und 19. April. Ich wusste nicht so recht, was mich erwarten würde – weder wie viele Leute stehen bleiben würden, noch ob die Poster in einem sportlichen Kontext statt in Urlaubsstimmung Anklang finden würden.

Spoiler-Alarm: Die Antwort lautet: Weit über das hinaus, was ich gehofft hatte.

Samstag: Das FFN-Beachvolleyball-Turnier in der Sand Fabrik (Pantin)

Ich will nicht lügen: Vor dem Aufbau war ich ziemlich nervös. Der erste Stand, ein neuer Kontext – ich wusste nicht, wie es ganz praktisch ablaufen würde. Was mich sofort beruhigt hat, war der Empfang durch den FFN (Französischer Naturistenverband) und die ehrenamtlichen Helfer – unglaublich liebenswürdig, hilfsbereit und den ganzen Tag für mich da. Solche Details ändern einfach alles, wenn man das erste Mal allein irgendwo aufschlägt.

 

ie Halle war gut gefüllt. Eine herzliche Wettkampfatmosphäre, ein Publikum, das sich regelmäßig rund um den FKK-Sport trifft. Ich baute meinen Stand auf, und die Leute blieben nicht stehen, weil sie etwas zum Kaufen suchten, sondern weil sie etwas wiedererkannten. Einen Ort, einen Strand, eine Ecke aus ihrem Sommer. Von da an lief das Gespräch wie von selbst.

In diesem Jahr war ich auch Sponsor des Turniers und hatte das Beachvolleyball-Poster von Nus au Soleil für die Gewinner gespendet. Einige der Sieger kamen an meinem Stand vorbei, um sich zu bedanken. Das sind Momente, die man nicht plant und die einem das Herz erwärmen.

Und dann war da noch eine Anekdote, die mich sehr zum Schmunzeln gebracht hat: Ich hatte an meinem Stand eine kleine Tombola organisiert. Der Gewinner holte seinen Preis ab, und ein paar Minuten später war er wieder da. Er ging schließlich mit vier Postern nach Hause. Manchmal sorgt der Zufall für Begegnungen, die ich selbst so nie hätte einfädeln können.

Sonntag: Die ChampionNAT' ANP im Schwimmbad Roger Le Gall (Paris 12.)


Eine andere, intimere Atmosphäre, aber die gleiche Herzlichkeit.
FKK-Schwimmer haben eine ganz besondere Art: Viele reisen viel, kennen die Spots und haben eine sehr klare Meinung zu den besten Stränden Frankreichs.

Einige haben mir direkt Vorschläge für neue Motive zugesteckt. Ich habe gut ein Dutzend Orte notiert, die ich noch nicht kannte oder bisher nicht auf dem Schirm hatte.

Was sich verkauft hat

Alles. Sticker, Postkarten, Poster in A4 und 30×40, das T-Shirt und sogar die Clutches (kleinen Taschen). Ich hätte nicht erwartet, in einem sportlichen Umfeld Taschen zu verkaufen – und doch ist es passiert. Das sagt viel über die Vielfalt des FKK-Publikums aus und darüber, dass die Menschen ein Souvenir mit nach Hause nehmen möchten, das kein bloßes Gadget ist.

Was mir besonders in Erinnerung bleibt

Die Gespräche. Die Ermutigungen. Die Menschen, die sich die Zeit nahmen, stehen zu bleiben, jede Illustration genau zu betrachten und mir ihre persönliche Verbindung zu diesem oder jenem Ort zu erzählen. Auch neue Kontakte wurden geknüpft – zu Personen, die langfristig an dem Projekt interessiert sein könnten.

Dieses Wochenende hat mir bestätigt, dass Nus au Soleil seinen Platz bei den Events der FKK-Gemeinschaft hat – nicht als reiner Verkaufsstand, sondern als ein Ort des Austauschs über die Orte, die wir lieben.

Die Sommersaison ist eröffnet. Weiter geht es ganz bald.

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